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Beiträge mit Schlagwort ‘Kussmund’

Einen dicken Rosenmontags-„Knutscher“…

(K) ein „Sündenfall“ 😉 für unsere Leser…  und allen Karnevalisten eine närrische Zeit!

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Ist dieser Apfel ein „Sündenfall“ oder nicht? Und dann sage einer, solche „Misfits“ müsste man extra anpreisen… sondern viel eher…

Wer wollte so einen Kussmund nicht haben?!

Karneval

Väter, hört mich, Mütter, hört die Mahnung,
Jetzt kommt wieder jene Zeit – versteht! -,
Wo so manche Tugend ohne Ahnung
Der Besitzerin abhanden geht.

Beutesuchend schleicht umher das Laster;
Wer ist sicher, dass ihm nichts geschieht,
Wenn man jetzt der Busen Alabaster
Und beim Hofball auch die Nabel sieht?

Von den Blicken kommt es zur Berührung,
Irgendwo zu einem Druck der Hand,
Und so manches Mittel der Verführung
Sei aus Scham hier lieber nicht genannt!

Wenn an hochgewölbte Männerbrüste
Sich das zarte Fleisch der Mädchen drängt,
Regen sich von selbst die bösen Lüste
Und was sonst damit zusammenhängt.

Darum Eltern, wenn die Geigen klingen
Und die Klarinette schrillend pfeift,
Hütet eure Tochter vor den Dingen,
Die sie hoffentlich noch nicht begreift!

Ludwig Thoma, 1867-1921

In der Bibel ist übrigens nicht vom Apfel, sondern immer nur von Früchten die Rede!!! Den hat das Christentum dann später zum „Sündenfall“ erklärt… 😉

Da sich Adam und Eva nach dem Genuss mit Feigenblättern bekleideten, könnte mit der verbotenen Frucht eine Feige gemeint sein. Sie ist auch nach der biblischen Systematik, die vierte Frucht und die Zahl 4 steht symbolisch für die materielle Welt.

In der lateinischen Sprache kann „malus“ „Apfelbaum“ bedeuten, aber auch „schlimm, böse“.   „Mãlum“ kann „Apfel“ bedeuten oder auch  „übel, schlecht, böse“.

Daraus ergab sich ein ziemlich nahe liegendes Wortspiel, zumal die Vulgata den „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ aus dem hebräischen Urtext übersetzte mit „lignum scientiae boni et mali“.

(Quelle: Wikipedia)

Eventuell könnte es auch mit der antiken Mythologie zusammenhängen, denn in der gibt es den goldenen Apfel der Hesperiden >>>>

Oder auch den Erisapfel, den Paris der Aphrodite zuerkennt. Und damit in eine Affäre mit Helena schlittert. Der Granatapfel galt in der Antike als Aphrodisiakum.

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