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Beiträge mit Schlagwort ‘Maiglöckchen’

Nicht Durch-sondern Ba(e)rlauch(t)

Soooo königlich… 🙂
Bärlauch ist eines der leckersten Kräuter/Gemüse, die man für die Küche sammeln kann… Bärlauch ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch…

Er ist im Süden Deutschlands weit verbreitet, wächst auf humosen, lockeren, andauernd feuchten Böden. Zum Beispiel in Auwäldern.

In Hamburg und Brandenburg steht er allerdings auf der roten Liste (vom Aussterben bedroht), in Bremen ist er extrem selten und in Schleswig Holstein gilt er als potienziell gefährdet.

In Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern ist das sammeln von Bärlauch verboten. Ansonsten kann er für den Eigenbedarf gesammelt werden, möglichst nur ein Blatt pro Pflanze, man sollte nicht mit dem „Rasenmäher“ losgehen oder alles zertrampeln… 😉

Er zählt auch zur Familie der „Spargelartigen„, der Ordnung „Amaryllisgewächse“ und der Unterordnung „Lauchgewächse“…

Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, also besser roh als Dip, für Salate oder Pesto…sonst verliert er viel von seinem typischen Aroma.

Im Mittelalter wurden ihm unheilabwehrende Kräfte zugeschrieben. Er hat auf Grund seiner Inhaltsstoffe antibakterielle Wirkung, ist entzündungshemmend und wird bei Magen-und Darmstörungen eingesetzt. Weiterhin zur Blutverdünnung, gegen hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel, ist Harn-und Schweisstreibend und Schleimlösend…

So sieht er von der Nähe aus… (hier schon mit Knospe)

Folgendes sollte man aber nicht sammeln!!!!

Es sind die Blätter der Herbstzeitlosen, die im Herbst blühen. Wie man sieht, sind sie viel spitzer und auch „fester“…

Und auch mit Maiglöckchenblättern kann man ihn verwechseln.

Manchmal wächst auch beides zusammen...! Sie duften beide, Bärlauch deftig nach Knoblauch und Maiglöckchen(-blüten) „lieblich“ wie Parfüm…

Ausser, man will einen „Schierlingsbecher“ mixen. 😉

Das ist aber wieder eine andere Giftpflanze… die auch für Hinrichtungen benutzt wurde. Zum Beispiel bei Sokrates…griechischer Philosoph, 399 vor Christus hingerichtet…

Zum Schluss noch das Rezept für Bärlauch-Pesto…immer lecker..

125 gr. Bärlauch
30 gr. geriebener Parmesankäse
50 gr. Pinienkerne, leicht geröstet
125 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Bärlauch waschen, vorsichtig abtrocknen und in feine Streifen schneiden.
Pinienkerne hellbraun rösten, mit einem grossen Messer fein schneiden/hacken oder in der Mühle reiben.
Alle Zutaten in ein hohes Gefäss geben und mit einem Mixstab vermischen.
In ein Glas oder Schüssel gefüllt, hält das Pesto im Kühlschrank einige Zeit.
Die Zutaten können in der Menge variiert werden, die Masse sollte immer leicht cremig sein.

Wir wünschen allen ein „bäriges“ Wochenende…und Guten Appetit. 😉

Schön, aber mit Vorsicht zu „geniessen“…

Oder besser nur mit den Augen geniessen!

Sollte man viele Blumen und Pflanzen, bei denen vielen garnicht bekannt ist, dass sie überhaupt giftig sind…viele sind in der richtigen Dosis aber auch Heilmittel…

Oder wie Giacomo Casanova (!725 bis 1795) in seinen Memoiren gesagt hat:

Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel,

Heilmittel in den Händen eines Toren, ist Gift.

Zu den giftigen Pflanzen jetzt im Frühling zählen die Gelbe Narzisse (Osterglocke), die Tulpe und die im vorherigen Post bereits schon genannten Ranunkel, Winterlinge und alle Hahnenfußgewächse.

Zu erwähnen wären auch noch die Blätter der (schönen) Herbstzeitlosen, die im Herbst blühen, die Blätter aber jetzt wachsen und schnell mit dem beliebten Bärlauch verwechselt werden können. Ebenso wie die Blätter der Maiglöckchen, bei denen auch alle Pflanzenteile giftig sind.

Ebenso giftig der Seidelbast, Wolfsmilchgewächse wie Christrose oder Weihnachtsstern, Rittersporn, Lupine, der „Wunderbaum“ eine beliebte Zimmerpflanze…ebenso wie die Dieffenbachie, der gefleckte Aronstab, Eibe, Efeu, Goldregen, Oleander und viele andere…

„Giftig“ sind auch so einige Nachtschattengewächse, die wir gern essen. Bei Kartoffeln, Tomaten (grüne Tomaten und Triebe sehr giftig!) und Auberginen, enthalten die grünen Teile Solanin. Bei Kartoffeln die im Licht gelegen haben und aussen grün sind, alles was grün ist, gut abschneiden!

Dann gibt es noch die sogenannten Bio-Drogen aus Giftpflanzen, wie ua….

Alpenveilchen (Cyclamen)

Alraune (die „sagenhafte Wurzel“)

Engelstrompete

Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)

Stechapfel

Tabak

Auch nicht zu vergessen der Rote Fingerhut (Digitalis), aus dem ein Herzmittel hergestellt wird.

Was Tiere angeht, nicht alles was für uns ungiftig ist, muss auch für Tiere ungiftig sein…

Hier kann man mal nachschauen… Giftpflanzen für Tiere

Ein schönes „Giftmischer-Museum“ ist das Apotheken-Museum im Heidelberger Schloss. Dort kann man von den Anfängen der Medizin, dem Wissen über Kräuter und der Herstellung von Essenzen daraus, alles anschauen und nachlesen.

Und jetzt wünschen wir allen viel Freude an den schönen Blumen, Pflanzen und der Natur überhaupt. Man sollte nur ein wenig aufpassen, was man so anfasst, wohin man etwas pflanzt oder in den Salat schneidet oder woran unsere Haustiere schnüffeln oder rumknabbern… 😉

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