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Beiträge mit Schlagwort ‘Mohnblumen’

„Unkraut“ oder „Pracht“? ;-)

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Julius Sturm

Der Bauer und sein Kind

Der Bauer steht vor seinem Feld
und zieht die Stirne kraus in Falten:
„Ich hab‘ den Acker wohl bestellt
auf gute Aussaat streng gehalten,
nun sieh‘ mir eins das Unkraut an,
das hat der böse Feind getan!“

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Da kommt sein Knabe hochbeglückt
mit bunten Blumen reich beladen,
im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt:“Sieh‘ Vater, nur die Pracht,
die hat der liebe Gott gemacht!

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Auch ein „Mitbringsel aus unserm Urlaub. Da wir sowas hier selten sehen, hat es uns um so mehr erfreut.

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Wir glauben, hier ist doch noch ein kleines Nachwort nötig… 😉

Denn allein mit „Unkraut“, tut man der Kornblume Unrecht. Sie ist auch Heilpflanze, gegen Augenleiden und entzündungshemmend. Also sieht sie der Bauer danach wahrscheinlich besser und sein Korn auch. 😉

Darauf fußt auch die Herkunft ihres wissenschaftlichen Namens… „Centaurea“… dieser hat seine Herkunft in der griechischen Mythologie.
„Der Zentaur (Sagenwesen, halb Mensch, halb Pferd) Chiron, soll mit ihr versucht haben, eine Wunde zu heilen, die ihm durch einen Pfeil des Gottessohnes Herakles zugefügt wurde.“

Sie gibt es schon sehr lange, bereits in späteiszeitlichen Ablagerungen wurden Pollen von ihr gefunden.

Das, was wir als eine blaue Blüte ansehen, ist übrigens ein Blütenstand, der aus lauter Einzelblüten besteht. Und sie locken viele Insekten an, die auch die Feldfrüchte des Bauern bestäuben. 😉

Rot wie der Mohn…schön wie die Liebe…

Foto: Blue Rainbow (danke!)

Mohnblumen

Mit roten Feldmohnblumen
Hatt`ich dein Haar geschmückt,
Die roten Blumenblätter
Die sind nun alle zerdrückt.

Du bist zu mir gekommen
Beim Abendsonnenschein,
Und als die Nacht hereinbrach,
Da ließest du mich allein.

Ich höre die Stille rauschen
Und sehe die Dunkelheit sprühn,
Vor meinen träumenden Augen
Purpurne Mohnblumen blühn.

Hermann Löns

Und hier noch ein ganz alter Song, aus dem Jahr 1938, „Roter Mohn“, gesungen von Rosita Serrano, geboren am 10.6.1914 in Vina del Mar, in Chile und gestorben am 6.4.1997 in Santiago de Chile.

Wegen ihrer glockenhellen Stimme erhielt sie den Beinamen „Chilenische Nachtigall“.

In den 1930`er Jahren ging sie nach Europa und nachdem sie erst in Frankreich und Portugal gelebt hatte, siedelte sie 1936 nach Berlin über. 1943 beendete ein Haftbefehl ihre Karriere. Sie wurde während einer Konzertreise in Schweden, in Deutschland wegen Spionage denunziert. In Wahrheit soll sie mit den Einnahmen aus einem Wohltätigkeitskonzert,  jüdische Flüchtlinge unterstützt haben. Sie kehrte nicht nach Deutschland zurück und entging somit ihrer Verhaftung. Bis zum Ende des Krieges stand sie auf der schwarzen Liste der Nazis. (Quelle Wikipedia)

Allen eine schöne Samstag-Sommernacht und einen schönen Sonntag, so schön wie der Mohn und vielleicht ja mit viel Liebe. 🙂

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