Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Mythologie’

Der (Frühlings-) Knoten ist „geplatzt“…

Von der hübschen Frühlings-Knotenblume (Leucojum Vernum)… oder auch als Märzenbecher, Märzglöckchen oder großes Schneeglöckchen bekannt.

Ein wenig Sonne und schon läutet es…

Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse, auch Narzissengewächse genannt und zur Ordnung der Spargelartigen.

Ihr latainischer Name  setzt sich aus den griechischen Worten leukos (weiß) und ion (Veilchen) zusammen. Also weißes Veilchen. Und sie duften auch so.
Und „Ver“ für Frühling….

20140224_142055 (800x480)

In ihrer Zwiebel, dem Speicherorgan, befinden sich Wasser, Nährstoffe und ein spezielles Frostschutzmittel. Somit können sie auch bei Frost blühen.

Und lassen mit ihrer „Eigenwärme“ sogar Schnee schmelzen…

Die „wild“ blühenden Märzenbecher sind besonders geschützt und nach der roten Liste gelten sie als gefährdet!

Also bitte dort „bechern“ lassen, wo sie stehen! Märzenbecher sind giftig und außerdem zählen sie zu den ersten Nektarspendern für die Insekten.

20140224_142109 (800x580)

In einigen Gegenden werden auch die Osterglocken, „Märzenbecher“ genannt. HIER NACHZULESEN>>>>

Und als hübsche, zarte Zugabe…  Die kleine Schwester der Frühlings-Knotenblume…

Das kleine Schneeglöckchen… Galanthus nivalis

gála für Milch und ánthos für Blüte (…im Schnee)

Nach Linné zeigt das öffnen der Blüten, den Beginn des Vorfrühlings an…

20140224_142253 (800x478)

Das Schneeglöckchen steht für die weiße und jugendliche Göttin, die Mutter der Erde und/oder Gaia, die nach der Geburt des Sonnenkindes am 21. Dezember,

jetzt wieder ihre weiße und unschuldige Form annimmt, um mit dem fortschreitenden Frühling wieder zu reifen.

Es gilt als Imbolc-oder (Maria) Lichtmess-Pflanze (2.Februar), die uns aus der Dunkelheit des Winters herausführen soll. Deswegen auch manchmal Lichtmess-Glöckchen genannt.

Aus der ebenfalls giftigen und geschützen Pflanze werden Essenzen gewonnen, die der Niedergeschlagenheit entgegenwirken sollen.

Essenzen werden ebenfalls dafür eingesetzt, um das Fortschreiten von Alzheimer zu bremsen oder auch dauerhaften Schäden bei Kinderlähmung entgegenzuwirken.

Ja wenn das kein helles und freundliches Glöckchen ist… 🙂

Advertisements

Sonnen (-blumige) Erinnerungen…

20130815_163216 (1024x614)

Foto zum Vergrößern anklicken…

An sonnendurchflutete Sommer-Urlaubstage, sind an einem verregnet grauem (Arbeits-) Sonntag genau das Richtige. Keine andere Blume steht wohl mehr für die sommerliche Leichtigkeit. 🙂

Weitgereist sind sie, die Sonnenblumen.
Ihre Heimat ist das westliche Nordamerika und Mexiko.
Eine „Kreuzfahrt“ haben sie auch schon gemacht, spanische Seefahrer brachten sie mit.
Zuerst schmückte der Adel seine Gärten damit und „Sonnenkönig“ Ludwig ließ um 1660 eine Münze mit ihrem Abbild prägen.

Ihr wissenschaftlicher Name ist Helianthus annuus und sie bringen ein ganzes „Körbchen“ voll Samen, sprich Sonnenblumenkerne mit und ihre Familie ist deshalb die der Korbblütengewächse.

Göttliches….Schon die Azteken verehrten die „Sonnenkinder“ als Abbild des Sonnengottes und krönten die Priesterinnen ihrer Sonnentempel damit.

Die Sonnenblumenkerne „gehen auch runter wie Öl“ 😉
In Osteuropa und Russland erkannte man zuerst die Nützlichkeit, dort wurde sie bereits im 19. Jahrhundert zur Ölgewinnung angebaut.
Fitmacher und Kraftpaket Sonnenblume…. Sonnenblumenkerne bestehen zur Hälfte aus hochwertigem Öl, das viele Vitamine, Kalzium, Magnesium, Eisen, Selen und ungesättigte Fettsäuren enthält, die unser Körper selbst nicht bilden kann.

Ein „Glück“ war dies eine ganz „normale“ und keine „Gigant-Sonnenblume“, die werden bis 4.80 m hoch.
Wir nehmen ja keine Leiter zu den Ausflügen mit. 😉

Sonnenkind und „Wendehals“ Sonnenblume…Durch den Lichtrezeptor Phototropin, strecken sich die Zellen auf der beschatteten Seite schneller. Vermutlich durch einen Anstieg des Pflanzenhormons Auxin. Dadurch wendet sich der Blütenstand der Sonne entgegen. Heliotropismus nennt man das. Nachts und in der Morgendämmerung schaut sie nach Osten und verfolgt dann mit ihren Blüten den Lauf der Sonne.
Diese Bewegung wird durch Motorzellen in einem fexiblen Teil des Stammes (Pulvinus) ermöglicht.

Sagenhaftes….
Ihre Blütenblätter erinnern doch sehr an den Strahlenkranz des Sonnengottes Helios aus der griechischen Mythologie. Sein Name taucht ja auch in Bezeichnungen wie „Heliotropismus“ auf.
Helios musste den Sonnenwagen, der von vier Pferden gezogen wurde, über den Himmel lenken. Vor ihm ging Eos, die Morgenröte und am Abend folgte die Mondgöttin Selene. Alles Kinder von Hyperion und Theia.

Clytia hat sich für Helios extra in eine schöne Sonnenblume verwandelt, damit sie ihn immer anhimmeln kann. Er wählte trotzdem eine Andere.

„Kunstblume“… Für Künstler war die Sonnenblume schon immer inspirierend. Die schönsten Sonnenblumen aller Zeiten, hat wohl Vincent van Gogh gemalt. 😉

Wissenschaftlich betrachtet, hat dieses Empfinden aber wohl auch mit seiner Auswahl und der Mischung der Farben zu tun.

Ebenso die „Proportionen“ der echten Sonnenblume. Mathematiker fanden heraus, dass die Anordnung und die Längenverhältnisse aller Blütenblätter der „goldigen“ Sonnenblume, exakt dem „goldenen Schnitt“ entsprechen und sie deshalb von den Menschen als besonders ästhetisch empfunden werden.

Da muss was dran sein. Es gibt wohl wenige Menschen, denen Sonnenblumen nicht gefallen. Uns zaubern sie jedenfalls immer ein Leuchten in die Augen und ins Herz.

Wir wünschen allen einen schönen Sonntag mit Sonne im Herzen, dem Leuchten der Sonnenblumen in den Augen und einen sagenhaft göttlichen Start in die neue Woche, in der die Arbeit runtergeht wie Sonnenblumenöl. 😉
Eure regenbgenlichter

Die Kätzchen von der Weide…

Heute gibt es einen kleinen „Frühlingsgruß“ von uns… an geschützten Stellen, an denen sich die Sonne „anlehnt“, sind schon die Weidenkätzchen draussen…

weidenkätzchen

Die Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?
Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.

Christian Morgenstern, 1871-1914

„Kätzchen“ bilden Pappel, Erle, Hasel und Weide. Letztere werden in Bayern und Österreich auch Palmkätzchen genannt. Da sie bei Umzügen am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) bei den Palmbuschen verwendet werden.

Es gibt dicke, eiförmige, die die männlichen Staubbeutel enthalten und  grünlich gefärbte, walzenförmige, die die weiblichen Narben tragen.

Die Blätter der Weiden sind auch interessant…

Sie sind sehr unterschiedlich. Die Form reicht von beinahe kreisrund bis schmal und lanzettförmig. Bei vielen Arten sind die Blätter hellgrün, und an der Blattunterseite lässt sich – bis auf wenige Ausnahmen – immer eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Behaarung erkennen. Bei allen dreht sich das nächste Blatt um jeweils 144°, also 25 Umdrehungen; jedes fünfte schaut wieder in dieselbe Richtung. (Quelle Wikipedia)
Da Weide sehr biegsam und flexibel ist, werden aus ihren Zweigen Körbe und viele andere schöne Dinge geflochten.

Die Rinde der Weiden kann getrocknet und als Tee aufgebrüht werden. Sie enthält Gerbstoffe, Phenylglykoside und Salicin, das vom Körper in Salicylsäure umgewandelt wird. Salicylsäure ist der Grundstoff von Aspirin. Es wirkt fiebersenkend, schmerzstillend und antirheumatisch. Die Wirkung ist stärker, als sie von der Menge des Salicins her sein dürfte. Es wird eine unterstützende Wirkung von anderen Inhaltsstoffen der Rinde vermutet.
Also der Biber aus unserm gestrigen Artikel dürfte keine Zahnschmerzen kennen. 😉

Das wussten wohl auch schon die Kelten. Für sie stand die Weide für die Wiedergeburt der Natur und sie glaubten, dass die Weide sogar Krankheiten abnehmen kann.

Die Weide steht für Inspiration, Magie, Zauber, Ruhe, Ausgeglichenheit und Fruchtbarkeit.
Sie schenkt Freude, seelische Verletzungen finden Heilung. In der Mythologie symbolisiert sie Demeter, die Göttin der Erde.

Achtung!  Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz! Blühend sind sie die erste „Bienenweide“ für Bienen, Hummeln und andere nektarsammelnde Insekten.

Deswegen sollte man sie auch in dem Stadium nicht abschneiden! Unsere stammen von einem Ast, den die Stadt beim aussägen liegen ließ. In Blumenläden und Gärtnereien kann man auch welche kaufen, sie sind gezogen, wären aber eigentlich auch Bienenweide. Da es um unsere Bienen nicht wirklich gut bestellt ist (Milbenbefall), ist sie wahrscheinlich noch wichtiger.

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: