Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Namensherkunft’

„Beschwerde“…. ;-)

Jetzt muss ich mich glatt mal „beschweren“ und zwar über das Wetter… jawoll ja!

Es ist viel zu schön! Um tagsüber am Computer zu sitzen….. deswegen schieb ich das auch noch ein wenig auf den Abend.  😉

Wenn sich die Sonne hier nur noch in einem rosa Abendwölkchen spiegelt und Helios seinen Sonnenwagen über andere Teile der Erde lenkt.

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Und zwischenrein, gibt es natürlich noch Abendessen. Geplant ist heute…

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Das Hauptgericht ist natürlich der GOUrmet-GOUlasch… oder so….“internationale Küche“….

In anderen Ländern heißt es  Goulasch, Goulash, Gulyas, Gollasch oder Gujasch…;-)

Das Original stammt aus Ungarn. Der Name ist vom ungarischen Gulyás hergeleitet. Was eigentlich der Begriff für Rinderhirte ist.

Deswegen auch Rinderhirten(-fleisch)… es ist auch der Oberbegriff für verschiedene lokale Eintopfgerichte.

In Ungarn heißt Gulasch „Pörkölt“ oder „Paprikás“. Das erste bedeutet „angeröstetes Fleisch“.

Paprikás enthält trotz des Namens weniger Gewürzpaprika und wird mit saurer Sahne verfeinert.

Bis später dann mal…so ein Menü gibt es natürlich nicht. 😉

Mir fiel nur die hier schon etwas ungewöhnliche Schreibweise auf.

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

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Die EI(S)-Schnee-Heiligen ;-) sind im Anmarsch…

Die Annahme beruht auf den jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen der Bauern, bereits lange vor Beginn jeglicher, offizieller Wetteraufzeichnung.
Allerdings, das hat einige Haken….
Die gregorianische Kalenderreform war zwar schon 1582, aber nur in katholischen Gebieten. In den nicht katholischen, flächendeckend erst in den Jahren 1700 bis 1752. Sprich, es wurden die Tage verschoben, aber nicht die der Heiligen. Es ergibt sich ein Unterschied von 11 Tagen, in denen die Bauern das Wetter wahrscheinlich über viele Jahre nach dem alten, julianischen Kalender beobachtet haben. Es war schon immer wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. 😉
Somit erreicht der Kühlschrank erst etwa ab dem 23. Mai die „volle Dröhnung“…was sehr oft zu beobachten ist.
Die Sonne heizt uns im Mai schon ganz gut ein, schafft es aber schneller, das Land zu erwärmen, als den Altlantik. An der Westflanke der Luftmassengrenze bilden sich Tiefs, die dann kühle Luft nach Mitteleuropa bringen. Wenn der Wind dann nachts auch mal schlafen will und sich (auf’s Ohr) legt, kann es schon mal Frost geben.
Da in Deutschland sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen, ist eine flächendeckende Vorhersage nicht wirklich möglich.
Nichts desto Trotz, kühler wird es trotzdem oft um diese Zeit. Wie dieses Jahr auch….

Außerdem ziemlich fies, alles den Heiligen in die Schuhe zu schieben, die da gerade Gedenktag haben… was können sie für Petrus „Werkelei“ in  seiner Wetterküche… 😉

Frostnächte soll es diesmal keine geben, deswegen behelfen wir uns mal mit einem „EI(S)-Schnee-Heiligen“, der letztens beim Kuchenbacken entstanden ist. Das Eiweiß, aus dem man Eischnee schlägt, will auch ehrenvoll behandelt werden. Bei Eigelb darin, ist die „Schneekanone kaputt“… und wer so „geschlagen“ wird, ist auch ein „Märtyrer“… 😉

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Die Heiligen mögen uns verzeihen, dass wir sie hier schon etwas „Unheilig“ „verwurstet“ haben…das ist natürlich mit Augenzwinkern zu lesen.
Als „Abbitte“ wenigstens ihre Gedenktage, wann und wo sie gelebt haben und für was sie Patrone sind. Soweit das bekannt ist. Manches ist auch nur Vermutung. Ihre Geschichten und Legenden sind eigentlich auch interssant, manchmal auch ziemlich gruslig. Sie haben sehr oft mit der Christenverfolgung im römischen Reich zu tun. Und zimperlich waren Menschen noch nie. Bis heute…

Fangen wir mit dem 11. Mai und dem Heiligen Mamertus von Vienne an. Dieser gilt in Norddeutschland als erster Eisheiliger. Wieder eine Frage des (unterschiedlichen) Klimas, die kühle Luft zieht langsam von Nord nach Süd…

Sein Name ist vom Kriegsgott Mars abgeleitet…
Geboren um 400 in Frankreich, also ein Gallier… 😉
Gestorben 477
Ab 461 war er Bischof von Vienne, setzte Marcellus im Jahre 463 als Bischof ein und geriet deswegen mit Papst Hilarius in Streit.

Er ist Patron der Ammen, Hirten und der Feuerwehr. Gegen Krankheiten der Brüste, Fieber und Dürre.

Der Patron vom 12. Mai ist Pankratius, „der alle Besiegende“…
Geboren 289 in Phrygien in der heutigen Türkei.

Verwaister Sohn eines reichen Römers, der mit seinem Onkel nach Rom reist und dort zum christlichen Glauben übertritt…sich mit seinem ererbten Geld für verfolgte Christen einsetzt und als er mit 14 Jahren nicht von seinem Glauben ablässt, hingerichtet wird. Sein Grab ist in den Katakomben unter der Kirche S. Pancrazio , in der Via Aurelia. Wohin eine Christin den Leichnam, unter Einsatz ihres eigenen Lebens, gebracht hatte.

Er ist Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte, gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.

Der 13. Mai ist der Gedenktag für Servatius von Tongern, „Der Gerettete“…
Angeblich jüdischer Sohn aus Armenien, der der „Heiligen Sippe“ entstammen soll.

Geboren Anfang des 4. Jahrhunderts in Armenien (ist umstritten)
Gestorben am 13. Mai 384 in Maastricht

Manche Legenden erzählen, dass er mit einem Holzschuh erschlagen wurde, andere, dass er seinen Tod ahnend, nach Maastricht gegangen sei, weil er dort begraben werden wollte.
Sein Grab befindet sich tatsächlich in Maastricht, vor den Mauern der damaligen Stadt, an der Straße nach Köln. Die Servatius Kirche steht auf seinem Grab und ist die älteste der Niederlanden.

Er ist der Patron der Lahmen, Schlosser und Tischler. Gegen Fußleiden, Rheumatismus, Todesfurcht, Frostschaden! Mäuse-und Rattenplagen und das Lahmen von Tieren.
Patron der Städte Maastricht, Goslar, Limburg an der Lahn und Quedlinburg.
Sein Grab soll 70 Jahre lang nie mit Schnee bedeckt gewesen sein, obwohl die Umgebung schneebedeckt war. So erfüllte sich seine Weissagung. 😉

Am 14. Mai ist Gedenktag für Bonifatius von Tarsus „Der gutes Schicksal bringende“…

Geboren ? In Rom…
Gestorben um 306 in Tarsus in Kilikien, in der heutigen Türkei.
Er musste durch siedendes Pech sterben…

Bonifatius war kein Christ, er sollte Reliquien der christlichen Märtyrer aufspüren und zurückholen.  Beeindruckt durch die zu Tode gefolterten, ließ er sich selbst taufen.

Der Priester und Missionar Wynfreth (geboren um 673) benannte sich nach ihm. Er ist  Patron der Bierbrauer, Feilenmacher, Schneider, Thüringens und des Bistums Fulda.

Und… eine Blume für die Dame…

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15. Mai Der Gedenktag der Sophia von Rom

Geboren ? in Rom
Gestorben 304 in Rom

Sie ist die Patronin gegen Spätfröste und für das wachsen der Feldfrüchte.
Sie starb wahrscheinlich den Martertod während der Christenverfolgung.

Und dann gibt es noch die „Klappernde Ute“, wie ein Freund immer sagt. Die ist aber keine Heilige und klappert an allen Tagen, bis es wieder wärmer ist. 😉

Einen (Huf-) Lattich bitte…

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Jetzt kommen sie wieder in die „Hufe“, die leuchtend gelben Huflattichblüten…

Andere Namen dafür, sind auch Brandlattich , Brustlattich , Haferlattich , Eselsfuß , Quirinkraut , Quittenlattich , Rosslattich , Sandblatt , Roßfuß

Als „alte Kaffeetante“ fällt mir bei „Lattich“ natürlich gleich ein „Latte“ ein. Mit der Gattung der (echten) Pflanzen, deren Name vom hohen Gehalt an Milch (lateinisch“lac“= Milch) herrührt, hat er allerdings nichts zu tun. Lattich geht auf das lateinische „lapactium“ zurück, mit dem man früher großblättrige Pflanzen bezeichnete und das sich über „lapitca“ und „lattica“ zu Lattich wandelte.
Also nichts mit „Latte“ am Morgen. 😉
Müdigkeit kann man damit nicht vertreiben, aber Husten. Das ist in seinem lateinischen Namen schon enthalten. „Tussilago farfara“.
„Tussis“ für Husten, „ago“ von „agere“ für treiben oder in dem Fall „vertreiben“. Die flaumig behaarte Blattunterseite, die wie mit Mehl bestäubt aussieht, wird auch erwähnt, „farina“ (Mehl) und „ferre“ (tragen).
Und wer „Latte“ trinkt, muss auch mal…. auf Grund der weichen Blattunterseite der großen Blätter, hat er den Beinamen „Wanderers Klopapier“. (Quelle Wikipedia)

Sie zählen zu den Blumen des Vorfrühlings und sind Nahrungsgrundlage für einige gefährdete Flatterlinge, ähhhm Schmetterlinge. Wie dem Alpen-Würfeldickkopffalter, der großen Bodeneule und der gelblichen Alpen- Erdeule.

Huflattich ist eine „Pionierpflanze“ und die Einzige, die auf reiner Braunkohle wachsen kann. So lange noch welche da ist. 😉

Solche „Pioniere“ haben es sich verdient, Heilpflanze des Jahres 1994 zu sein!
Auch wenn die Bauern sie als Ackerunkraut nicht mögen, weil sie pionierhaft tief verwurzelt sind. Bis 2.50m!
Bleiben wir aber lieber bei der Heilpflanze…

Huflattichtee ist ein gutes Lungenmittel und ein beliebter Hustentee. Er wirkt auflösend, beruhigend und schleimlösend.

Für Tee 2 Teelöffel Huflattich-Blüten (März bis April) oder Blätter (Mai/ Juni), sie kommen nach den Blüten) mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und 15 min. ziehen lassen.

Blätter von sonnigen Stellen, sind denen von schattigen Stellen vorzuziehen.

Da die Blüten vor den (hufförmigen) Blättern kommen, heißt Huflattich im englischen „Son before father“…

Frische Huflattichblätter werden als Auflage bei Rippenfellentzündung, Gürtelrose oder Entzündungen verwendet.

Ein Haar in der Suppe oder im Tee, haben sie in den letzten Jahren aber gefunden…

Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide, die in Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Getestet allerdings mit 32 % Huflattich im Futteranteil! Wer nimmt so viel Huflattich zu sich? Also wer nicht täglich eimerweise Huflattichtee trinkt, kann das getrost vergessen. Es gibt wesentlich krebserregendere Stoffe, die wir in höheren Dosen zu uns nehmen.

In der Apotheke gibt es auch alkaloidfreien Tee.

Offiziell empfohlen wird eine Anwendungsdauer von 4 bis 6 Wochen.

Damit ist man „gut beschirmt“… wie mit den kleinen Schirmchen, mit denen der Huflattich seine Samen auf die Reise schickt. So wie der Löwenzahn. Die Blüten sehen ja auch aus, wie die frühere, kleine Ausgabe des Löwenzahnes. Aber genauso „“bissig“. 😉
In dem Sinne, wünschen wir einen gesunden Tag!

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