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PALMsonntag wörtlich genommen…

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In dem Fall Ölpalmen, aus deren Früchten das PALMÖL hergestellt wird.

Fakten zu dem kürzlich von uns rebloggten Artikel Palmöl (Vorsicht schockierendes Foto, aber leider Realität… )

85 Prozent des Palmöls kommt aus Malaysia und Indonesien. 9 Millionen Hektar Anbaufläche gibt es dort.
Weltweit sind es 15 Millionen Hektar und bis 2025 sollen es 26 Millionen Hektar sein.

– Die Regenwälder in Indonesien wachsen vor allem auf Torfmoorböden, welche ein gigantischer Kohlenstoffspeicher sind. Werden sie für die Plantagen trockengelegt, entweicht der Kohlenstoff. Indonesien stößt damit die drittgrößte Menge an Treibhausgas in der Welt aus.
Für den Anbau werden Unmengen an fossiler Energie verbraucht (Herstellung von Düngemitteln, Pestiziden, Bodenbearbeitung, Transport und Verarbeitung). Aus den Produktionsrückständen entweichen große Mengen vom Treibhausgas Methan!
Dazu kommen die Emissionen durch Brandrodung. Die Regierungen vergeben große Konzessionen an die Ölpalm-Konzerne.
Palmöl-und Tropenholzkonzerne sind eng miteinander verflochten
.
Darüber sollte sich auch der Klimarat Gedanken machen, der just heute, als Reaktion auf den Klimabericht, sogar wieder Atomstrom! empfahl!!!! 😦
Einem „ganz wichtigem“ Thema widmet sich die EU, sie will stromfressende Kaffeemaschinen sparsamer machen… tzzzz
Das kann man auch machen, aber erst sollte man sich wohl den großen Themen widmen!

-Die in Regenwaldgebieten lebenden Menschen sind dadurch bedroht. In Indonesien leben 45 Millionen Menschen in den Wäldern. 5000 Landrechts-und Menschenrechtskonflikte dort, gehen auf das Konto der Palmölindustrie. Kleinbauern verlieren ihre Existenz und Ureinwohner werden vertrieben. Wertvoller Regenwald, der auch für unser Klima wichtig ist, geht verloren. Mit ihm der Lebensraum für unzählige Tiere. Wie den Sumatra-Tiger oder unsern nächsten Verwandten im Tierreich, den Orang Utan. Sofern sie nicht bei den Brandrodungen vorher getötet oder schwer verletzt wurden! Siehe Foto in unserm oben verlinkten Artikel!
Die Weltbank förderte 30 Jahre lang die Palmölindustrie mit Millardenbeträgen, bevor sie 2009 ein Moratorium erließ.

Palmöl findet sich in jedem zweiten!Produkt im Supermarkt. Margarine, Pizza, Schokoriegel, Cremes, Duschgel, Fertigprodukte, Suppen, Wasch-und Reinigungsmittel, Kerzen, Farben, Lacke….etc.
Palmöl besteht zur Hälfte aus gesättigten Fettsäuren. Palmkernöl, welches für Kakaoglasuren, Eiskonfekt und Karamell verwendet wird, sogar zu 80 Prozent!
Auch Nuss-Nougat und Schokobrotaufstriche enthalten es. Weiterhin enthält Palmöl Fettsäureester, die als krebserregend gelten!
Das Bundesamt für Risikobewertung warnt vor der Aufnahme!!! Besonders bei Kindern, deren Körpergewicht im Verhältnis zu den aufgenommenen Schadstoffen gering ist.

Bei der Daabon-Gruppe, dem Lieferanten der Biobranche (Rapunzel, Alnatura etc.) wurden Leckagen, schwere Unfälle, Wasservergeudung, Umweltverschmutzung, Rodungen, tausende Hektar Monokulturen und Landvertreibung festgestellt. Also sind Bio-und Fairtradesiegel dafür eher fragwürdig.
Siehe Hier >>>>

-Ein Drittel der 1.1 Millionen Tonnen Palmöl, welches nach Deutschland importiert wird, verbrennt in den 1400 deutschen Blockheizkraftwerken. Es wird mit bis zu 19 Cent pro Kilowattstunde subventioniert! Heißt, JEDER! zahlt über die EEG-Umlage diesen Wahnsinn auch noch mit, egal, ob er das will oder nicht! Seit 2012 gibt es für neue Anlagen zwar keine Subventionen mehr, aber die alten haben 20 Jahre Bestandsgarantie!

-Bis jetzt wird dem fossilen Diesel aus technischen Gründen nur eine geringe Menge Palmöl zugefügt. Aber… der finnische Neste-Konzern hat ein patentiertes Verfahren entwickelt und will mit billigem Palmöl-Diesel den Markt überschwemmen. Auch mit Flugbenzin! Dazu hat der Konzern drei riesige Raffinerien in Singapur, Rotterdam und Helsinki.

-Die größten Palmölerzeuger-und Verbraucher haben mit dem WWF den Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) gegründet.
Den Vorsitz hat ein Manager des Unileverkonzerns, der mit 1.4 Millionen Tonnen jährlich, der weltweit größte Palmöl-Verbraucher. Von Unilever kommen Marken wie Dove, Knorr, Rama, Sanella etc.
Ziel des Industrielabels ist es wohl eher, Palmöl hoffähig zu machen und den Absatz zu steigern. Zu den Zielen des Labels gehören nur Dinge, die eh selbstverständlich sind, noch nicht mal Regenwaldrodung ist ausgeschlossen!!!
Sicher muss man die Industrie mit ins Boot holen, aber das wirft mal wieder ein fragwürdiges Licht auf den WWF! Mal wieder den Bock zum Gärtner gemacht?
Bereits 2008 haben 256 Umweltorganisationen dieses Label als Etikettenschwindel abgelehnt!

Diese und mehr Informationen gibt es bei Rettet den Regenwald e.V.>>>>

Eine Übersicht mit Produkten ohne Palmöl findet man Hier (klicken) >>>>

So wird Palmöl auf den Produkten deklariert Hier klicken >>>>

Und hier noch eine Übersicht über Marken, von denen man besser die Finger lässt. Oder noch besser, ihnen schreibt, warum man ihre Produkte so nicht mag!
Hier klicken >>>

Daraus kann man auch gut erkennen, wieviele Produkte, von sehr wenigen Konzernen hergestellt werden und sich damit ihre marktbeherrschende Stellung manifestiert!

Greenpeace und 400 000 Unterschriften, haben Procter & Gamble (auch so ein Riese… Ariel, Lenor, Tempo, Gillette) zum einlenken gebracht. Sie verarbeiten 460 000 Tonnen Palmöl im Jahr. Bis 2020 dürfen sie aber noch Regenwälder zerstören, auch für Papier und Zellstoff!

Nestlé, Unilever und Ferrero haben schon ähnliche Verpflichtungen unterzeichnet. Bis 2015 müssen sie einen Plan vorlegen. Hier nachzulesen >>>>

Bleibt abzuwarten und gut zu beobachten, ob sich was tut.

Machtlos sind die Verbraucher aber keinesfalls! Auch wenn sie das oft meinen.
Denn wenn die die Produkte nicht kaufen und das auch kundtun! werden die Firmen schnell was ändern.
Denn sie wollen unser Geld und nicht andersrum!

 

Und um die eigentliche Bedeutung des Namens des Palmsonntags nicht außen vor zu lassen…

Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königstums, streute das Volk Palmzweige und jubelte. Palmen wurden schon im Altertum als heilige Bäume verehrt.

In der katholischen Kirche werden mit Palmkätzchenzweigen (Weidenkätzchen) Prozessionen zur Kirche veranstaltet. Dort werden sie in der Messe geweiht und zu Hause in den „Hergottswinkel“ gestellt. Sie sollen Unheil abwehren.

Da es hier keine Palmen gab, wurden sie durch Palmkätzchen ersetzt. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche.

In den „Mikroteich“ unserer „Wochenendblume“ geschaut… ;-)

Schon länger habe ich geschaut, gewartet und sie „gebeten“, sie möchte doch bitte blühen. Zwischen Weihnachten und Neujahr hat sie mir den Wunsch erfüllt und blüht jetzt.

Die (eine) Bromelie… bei uns wächst sie natürlich in Erde…. 😉

Pflanzen verstehen einen ja vielleicht doch. 😉

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Ich kenne da jemand, der jetzt schmunzeln wird, ich bin nämlich schon als „Bromelientante“ verschrien… 😉

Ich finde sie einfach nur zauberhaft.

Bromelien (Ananasgewächse) sind irgendwie besondere Pflanzen,  sie kommen fast ausschließlich in Mittel-und Südamerika vor. Sie sind „Aufsitzerpflanzen“, sprich, um der Dunkelheit am Regenwaldboden zu entgehen, wachsen sie oben in den Baumkronen, auf Ästen und Stämmen. Um Nährstoffe zu bekommen, bilden sie einen Trichter (Mikroteiche) um darin Regenwasser und Humus zu speichern. Sie können in ihren Trichtern bis zu 10 Liter Wasser speichern.

In die Mikroteiche wachsen dann die eigenen kleinen Wurzeln. Ihre Wirtspflanzen schädigen sie nicht.

Jeder der Trichter bildet in Höhen von bis zu 60 Metern einen Mikrokosmos. Pflanzen zersetzende Bakterien, Einzeller und Würmer bilden das erste Glied der Nahrungskette im Trichter. Diese werden von Mückenlarven und anderen Kleinstlebewesen gefressen, die ihrerseits wiederum von Wasserinsekten, Kaulquappen und Fröschen erbeutet werden. Bis zu 250 verschiedene Tierarten halten sich in einer Bromelie auf.

Schließlich besuchen Vögel, Reptilien und kleine Säuger die Mikro-Teiche. Mit ihren Exkrementen „düngen“ sie die Bromelien – der Nährstoffkreislauf schließt sich wieder. Die Mikro-Teiche der Bromelien sind ein klassisches Beispiel für die komplexen ökologischen Interaktionen in tropischen Regenwäldern.

Bromelien und der Nachwuchs der Pfeilgiftfrösche…

Die Weibchen des mittelamerikanischen Pfeilgiftfroschs Dendrobates pumilio transportieren ihre Larven auf dem Rücken einzeln in Bromelientrichter im Kronendach. Alle zwei bis drei Tage besucht das Weibchen die Kaulquappen und legt unbefruchtete Eier in die Bromelientrichter. Die Eier dienen den Larven als Nahrung während der ersten Entwicklungsstadien, weil es in den Bromelientrichtern zu Nahrungsmangel kommen kann.

Krabben im Bromelienteich…

Auf Jamaika leben kleine Krabben in den Blattrichtern von Bromelien im Kronendach des Regenwalds. Das ist um so erstaunlicher, als die Vorfahren der Krabben noch im Meer gelebt haben. Welchen Vorteil bringt das Leben hoch oben in den Baumkronen? Vermutlich der Schutz vor Fressfeinden. Der Nachwuchs der Krabben kommt in den Bromelien zur Welt, wobei sich die Krabben-Mutter fürsorglich um ihren Nachwuchs kümmert. Sie säubert das Wasser in der Bromelie, verteidigt die Jungen gegen räuberische Tausendfüßler und anderes Getier, und sie sammelt Schneckenhäuser aus Kalk um das saure Wasser zu neutralisieren.

Quelle:  Faszination Regenwald

Eine sehr informative, gut und einfach geschriebene und gleichzeitig unterhaltsame Website von Tom Deutschle. Er ist Biologe und möchte aktiv etwas für die Erhaltung des Regenwaldes tun.

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