Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Rezept’

Heute ist Hochzeit…

Vogelhochzeit….  hier müssen sie vorher das Nest noch von Schnee und Eis befreien…wer findet es unter dem Schnee? 😉

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Fotos zum Vergrößern anklicken…

Der Brauch stammt noch aus vorchristlicher Zeit und um die Gunst von Naturgöttern zu gewinnen, standen Speisen hoch im Kurs.

Später wurden die Opfergaben der slawischen Stämme an die Götter, Geschenke der Erwachsenen für die Kinder.

Der heutigen „Vogelhochzeit“ liegen Naturbeobachtungen zu Grunde. Die Menschen sind froh, eine Hälfte des Winters überstanden zu haben, die Sonne gewinnt langsam an Kraft und einige Vogelarten beginnen schon mit Balz und Nestbau. Gestern holte sich ein Rotkehlchen>>> beim singen bereits ein rotes Kehlchen und eine Meise gab mit ihrem pink, pink den Takt an, während die Spatzen mit tschilp, tschilp, tschilp dazu fleißig  von Ast zu Ast hüpften…

In der Lausitz>>> ist der sorbische>>> Brauch noch sehr lebendig. Die Kinder füttern im Winter die Vögel und dürfen dafür an der Hochzeit teilnehmen. Sie stellen Teller oder Schüsseln ans Fenster und bekommen eine gebackene Elster.

In den Kindertagesstätten wird die Vogelhochzeit mit der Elster als Braut und dem Raben als Bräutigam gefeiert. Die Kinder sind als Vögel verkleidet, singen und spielen die „Vogelhochzeit“ nach. Für Erwachsene gibt es gesellige Abende, an denen die Vogelhochzeit vom sorbischen Nationalensemble aufgeführt wird.

Vogelhochzeit ganz traditionell in der sorbischen Tracht >>>> aus dem Raum Bautzen…

Und wer kennt es nicht, das Lied „Die Vogelhochzeit“ klick >>>>, mit den unzähligen lustigen Strophen…

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Woanders wird der Tag auch gefeiert. Am 25. Januar feiern die Kirchen Sankt Pauli Bekehrung (Bekehrung des Apostels Paulus). Und die Bauern haben natürlich auch immer einen passenden „flotten“ Spruch auf den Lippen. Wie…

An Pauli Bekehr, ist der Winter halb hin und halb her“ oder…

„St. Pauli Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein gutes Jahr“.

Dann hoffen wir mal… 😉

Und da ich gerne zum Tage Vögelchen backen wollte, machte ich mich auf die Suche und wurde beim Café Schönleben mit gebackenen Täubchen fündig…

Und fand noch eine Legende zur Vogelhochzeit. Alle Ledigen, die im Laufe des Tages zuerst ein Vogelpärchen sehen, werden in diesem Jahr heiraten.

Ist es aber nur ein einzelner Singvogel, müssen sie noch ein weiteres Jahr warten. Dann wünschen wir mal viel Glück.

Gebacken habe ich auch… am Design muss ich aber noch etwas „feilen“… 😉

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Zwischen Himmel und Erde…

Himmlische Verführung, teuflisch lecker…

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht… 😉

„Bratapfel“ mit Fenchel…

Vorwort: Ein Rezept in dem Sinne, habe ich dafür nicht. Ich koche meistens die Menge die gebraucht wird oder auch mal etwas aus dem, was der Kühlschrank noch hergibt. 😉
Die gefüllten Äpfel kann man mit Salzkartoffeln oder auch „mit ohne nichts“ essen. Sie sind auch eine gute Beilage zu Fisch oder Fleisch. Auf alle Fälle schmecken sie verboten gut. Paradiesisch und bei Schmuddelwetter eh…

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Zutaten:
4 nicht zu kleine, säuerliche Äpfel
(zum Beispiel Boskoop)
2 bis 3 Fenchelknollen (je nach Größe)
etwas Sahne und etwas Butter (für Butterflöckchen)
Salz

Man kann auch die Hälfte des Fenchel durch Lauch ersetzen oder wer es mag, etwas Ingwer harmoniert damit sicher auch.
Apfel und Fenchel sind allein schon so würzig, dass man eigentlich nur etwas Salz zum würzen braucht.

Zubereitung:

Fenchel putzen, halbieren, den Strunk herausschneiden und in nicht zu dicke Streifen schneiden. Das eventuell vorhandene Grün am Fenchel nicht wegwerfen, das kann man im Anschluss gut als „Deko“ obenauf verwenden.

Äpfel ebenfalls halbieren, das Kerngehäuse ausstechen und mit einem Schälmesser oder Löffel das Fruchtfleisch so rausschneiden/schaben, dass die Schale mit etwas Fruchtfleisch als Gefäß  „stehen“ bleibt. Das Fruchfleisch würfeln und beiseite stellen.

Den Fenchel in etwas gesalzenem Wasser dünsten und kurz vor Ende der Garzeit die Apfelwürfel hinzugeben und mitdünsten.

Einen Schuss Sahne dazugeben (es gab mal in der Werbung ein Gemüse mit dem Blubb, der wäre hier so das richtige Maß 😉 ) und mit Salz abschmecken.

Die Apfelhälften  in eine gefettete Auflaufform setzen, mit dem Fenchelgemüse füllen.

Übriges Gemüse um die Äpfel verteilen. Auf jede Apfelhälfte ein Butterflöckchen setzen und bei

200 Grad etwa 20 Minuten in der Backröhre garen.

Zu den Mengen…. mit pro Nase einem Apfel und Kartoffeln, ist man pappsatt. Ohne Beilagen vielleicht 3 Hälften pro Nase und als Beilage pro Person ein halber Apfel, als Richtwert…

Guten Appetit!

Noch als Nachsatz zu den Äpfeln… der „Schöne aus Boskoop“, alter Name „Renette von Montfort“, wurde 1856 vom Pomologen Kornelis Johannes Wilhelm Ottolander, zufällig als fruchtender Trieb eines Wildlings in Boskoop Niederlande entdeckt.

Er ist bestens zur Zubereitung von  Apfelkuchen, Bratapfel, Apfelmus und Säften geeignet.

Er hat einen niedrigen Allergengehalt und ist deshalb eventuell auch für Allergiker verträglich.

Weiterhin vertragen sich Äpfel und Erdäpfel (Kartoffeln) geschmacklich bestens.

Die einen wachsen halt „im Himmel“, die anderen in der Erde.

Ein schlesisches/rheinisch-westfälisches Gericht heißt „Himmel und Erde“.

Kartoffelbrei/-mus/-stampf mit Apfelmus. Das kenne ich schon aus Kinderzeiten.

Es gibt noch eine Variante mit gebratener Blut-Grütz-oder Leberwurst und gebratenen Zwiebeln. Das ist aber eher nicht so himmlisch für uns.

 

 

 

 

Rhabarber-Torte…

Mal wieder ein Rezept…  Rhabarber hat jetzt Saison… deswegen ein einfach  und schnell gebackenes  „Törtchen“ mit Rhabarber…

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Rhabarbertorte

Zutaten:

Ca. 1kg Rhabarber

 

Für den Teig…

200 gr Mehl

1 TL Backpulver

75 gr Butter oder Margarine

75 gr Zucker

1 Ei

 

Etwas Öl zum Teig bestreichen

 

Für den Guss (das „Sahnehäubchen“)…

3 Eier

100 gr Zucker

3 EL Kaffeesahne

1EL Speisestärke

1 Pck. Vanillezucker

 

Zubereitung:

Blattende und unteres Ende abscheiden und den Rharber schälen. In ca 1 bis 2 cm große Stücke schneiden.

In einer Schüssel einzuckern und etwas Saft ziehen lassen.

 

Inzwischen den Teig bereiten.

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Zucker, Ei und Butter dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig in eine gefettete Springform drücken, dabei einen etwas höheren Rand andrücken… mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Nun den Boden dünn mit Öl bestreichen.  Mit den Rhabarberstücken dicht belegen und bei 200 Grad ca. 25 min. backen.

 

Für den Guss…

Die Eier trennen… (es sollte kein Eigelb ins Eiweiß geraten!)

Die 3 Eiweiß mit dem Zucker zu steifem Schnee schlagen.

Die 3 Eigelb mit dem Vanillezucker, der Kaffesahne und der Speisestärke verquirlen und dann unter den Eischnee rühren.

Den Guss über den vorgebackenen Kuchen streichen und nochmals ca. 10 Minuten backen, bis der Guss goldbraun ist.

Günstig ist, die Temperatur dafür etwas niedriger zu wählen, damit der Guß nicht zu schnell bräunt. 180 Grad dürften reichen!

 

Gutes Gelingen und Guten Appetit!

 

Hinweis: Für die Zubereitung und Lagerung von Rhabarber, sollte kein Metallgeschirr (z.B. Edelstahl) oder Alufolie verwendet werden. Die Säuren des Rhabarbers verbinden sich leicht mit den  Metallen!

Zum „Rhabarber-ABC“ >>> HIER KLICKEN>>>>
 

Ach du dickes Hasi… ;-)

Die „Eieruhr“ läuft, morgen ist Ostern…

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Wer braucht noch eine kleine Nettigkeit zum Verstecken und Verschenken? Oder für das Osterfrühstück, zum Kaffee?

Wie wäre es mit kleinen Hefeteig (Germteig)-Häschen? Mit ein paar Schokoeiern, gefärbten Hühnereiern etc. dazu, liegt man goldrichtig.

Auf ein langes Leben der Häschen sollte man aber nicht hoffen. 😉

Die Zutaten dafür, habe ich mir gleich bei meinem neuen „Online-Kochbuch“, der (nicht) Giftigenblonden, abgeschaut. (Habe auch ein Rezept, aber so geht es schneller und fein sind sie geworden!).

Sie hat einen Striezel daraus gebacken, mit Dinkelmehl, anderes geht aber genauso. Zum Striezel    Hier klicken >>>>

Also los geht es….

Zutaten:

300 g Dinkel-oder Weizenmehl (nicht Vollkorn-Dinkel/ Weizen)
20 g frische Germ (Hefe)
110 ml lauwarme Milch
40 g flüssige Butter (aber nur warm, nicht  heiß!)
2 ganze Eier
40 g Staubzucker
Abrieb einer halben Bio Zitrone
(Rosinen!!!)
Zum Bestreichen: Verquirltes Ei (-gelb) evtl. mit Milch vermischt, zum Bestreuen Mandeln oder Zuckerstreusel.

 

Zubereitet habe ich den Teig auf meine Art (Sinas ist aber genauso gut, wie es jeder am liebsten mag).

Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Kuhle drücken. Einen Teil der lauwarmen Milch in die Kuhle geben, die Hefe (Germ) hineinbröckeln, auflösen und mit etwas Mehl zu einem kleinen „Vorteig“ verrühren.

Die restlichen Zutaten dazugeben und zu einem Teig verkneten. Er sollte nicht zu fest sein, aber auch nicht kleben. Je nachdem,  noch etwas Flüssigkeit oder Mehl zugeben.

Eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, nochmals durchkneten und dann noch eine halbe Stunde gehen lassen. Der Teig muss mindestens die doppelte Größe haben!

 

Danach den Teig erneut durchkneten und wie folgt zu Häschen formen.

Ein Stück (das größte) Teig zum Körper formen. Vorne die Vorderläufe und hinten die „Lampe“ (Schwänzchen) andeuten. ein kleines Stück Teig zum Kopf formen und an den Körper setzen (etwas andrücken).

Zum Schluss zwei kleine „Röllchen“ als Ohren an den Kopf setzen (andrücken). Man kann die Hasen auch aus einem Stück formen und die Ohren einfach in der Hälfte einschneiden (damit es zwei sind).

Ich finde das aber so knuffiger. Wie jeder mag.  Das Zusammenfügen mache ich gleich auf dem mit Backpapier ausgelegtem Blech.

Mit verquirltem Eigelb (von einem kleineren Ei) bestreichen, eine Rosine als Auge aufsetzen und mit gehobelten Mandeln oder Hagelzucker bestreuen.

Nochmals gehen lassen ist nicht nötig (nicht, dass sie noch weghoppeln *blinzel*). Durch das Formen und dekorieren sind sie meist schon „dick“ genug.

Die Hasen auf der mittleren Schiene180 Grad habe ich gewählt, goldbraun backen. Je nach Herd, etwa  20 Minuten.  Bis sie die passende Farbe haben.

 

Ich habe aus der Teigmenge 8 kleine Häschen bekommen. Um die Größe einschätzen zu können, das Häschen liegt auf einer original zusammengelegten Serviette, der auf dem Foto der Rand fehlt.

 

Und da ist es… Hasi… bei den auf die Serviette gedruckten „Brüderchen“…

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Man kann auch weniger und dafür größere Hasen formen.

Gutes Gelingen und Guten Appetit!

 

 

 

 

„Grüner Donnerstag“ ;-)

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Schon lange bevor Ostern zum christlichen Fest zur Auferstehung Jesu wurde, feierten die Menschen zur Frühlings-Tag und Nachtgleiche am 21. März.
Es wurden Osterfeuer angezündet und mit Tänzen und Liedern die Erdgöttin geweckt.
Nach dem langen Winter gab es wieder Grün. Ihm wurde große Heilkraft zugeschrieben, da es die ganze Kraft der aufsteigenden Säfte enthält.
Das damals unfreiwillige Fasten, wurde mit einer Kräutersuppe aus neun Kräutern gebrochen.
Besonders schmackhaft… Giersch, Vogelmiere, Brennesseln, Gänseblümchen, Bärlauch, Löwenzahn, Sauerampfer, Wegerich und Taubnessel…
Also nichts wie auf die Wiese… 😉

Und so wird daraus ein Gründonnerstags-Süppchen….

Zutaten:
1 bis 2 Handvoll klein geschnittener Kräuter
2 Tl Mehl
1 El Butter
2 Tassen Milch
1/2 Knoblauchzehe
Muskat
Salz
1 Tl Zitronensaft
1 Tl Parmesankäse (gerieben)

Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze bereiten, Milch dazu geben und glatt rühren.
Danach die Kräuter und Gewürze dazu geben und den Parmesan darüber streuen.

Dazu passt Knoblauchbrot, Baguette etc.

Bei mehr Personen die Zutaten entsprechend „aufstocken“.
Das geht natürlich auch mit anderen Kräutern, je nach Wunsch…

Wir hoffen, es sagt jetzt keiner erschrocken oder erstaunt…„Ach du grüne Neune“…
Das wäre dann eine dritte und die netteste Erklärung für den Ausspruch, dessen Herkunft nicht ganz geklärt ist.

Eine davon ist, dass er von Jahrmärkten stammt, auf denen aus Spielkarten die Zukunft gelesen wurde.
Die Pik Neun heißt im deutschen Blatt „Grün Neun“ und diese Karte bedeutet nichts Gutes.

Oder vom Berliner Wallner-Theater aus dem 19. Jahrhundert, in der Blumenstraße 9, mit Haupteingang am Grünen Weg.
Dort wurden oft satirische oder gesellschaftskritische Stücke gespielt.
Das Vorgängerlokal „Conventgarden“ hatte schon einen schlechten Ruf und in ihm wurde ebenfalls zeitweise Theater gespielt.

Allen Lesern einen schönen Gründonnerstag!

Das Sahnehäubchen für den Sonntag… ;-)

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Zum anbeißen lecker sehen sie aus, die „Beeren“ mit dem Sahnehäubchen, oder?

Frisch auf den Tisch… es sind aber „nur“ beerenähnliche Steinfrüchte.  😉

Die vom Schneeball-Strauch. Aus der Familie der Moschuskrautgewächse.

So werden aus sommerlichen Blüten, Früchte und dann echte Schneebälle.

Passend zum Winter… aber mit „hartem Kern“… *spuck* 😉

Von manchen Vögeln wie den Drosseln, werden sie gemieden, von anderen im Laufe des Winters aber gefressen.

Kommt vielleicht darauf an, ob sie eine feine oder nicht so feine „Nase“ haben.

Zerdrückte Früchte haben einen deutlichen Schweißgeruch. Wer mag schon etwas essen, was wie eingeschlafene Füße riecht? 😉

Wenn ich Moschus(-krautgewächse) lese, fällt mir aber auch Moschusduft als Aphrodisiakum ein.

Schließlich pflanzt sich der Strauch über die Verdauungsverbreitung fort.

Der Schneeball hat den gleichen Giftigkeitsgrad, wie das echte Johanniskraut . Welches aber sehr heilsam ist.

Also kommt es wohl auf die Dosis an. 😉 Bei den Früchten gibt es unterschiedliche Angaben…von leicht giftig bis giftig…

Die Früchte kann man gekocht als Gelee oder Marmelade verwenden. Aus der Rinde des Strauches wird ein krampflösendes Mittel hergestellt.

In Osteuropa werden sie in heißem Wasser zerdrückt und mit Honig gesüßt, als Mittel gegen Erkältung verwendet.

Die Beeren werden erst nach dem ersten Frost geerntet, vermutlich werden dadurch die Giftstoffe abgebaut.

Sie heißen auch Dampfbeeren, da man sie früher gegen den „Dampf“, sprich Asthma oder Atemnot einsetzte.

In der Türkei werden sie in Leitungswasser eingelegt, wenn sie reif sind, ausgepresst und mit Wasser und Zucker vermischt, zum Erfrischungsgetränk namens „Gilaboru“.

Diesem wird Heilwirkung bei Nierensteinen nachgesagt.

Also doch ziemlich lecker und dazu heilsam die Früchtchen.
Wer hätte das von Schneebällen gedacht…  😉

Da haben wir doch wieder einen Treffer gelandet…..

Wer hat jetzt einen Bä(ee)renhunger und Lust auf ein Beerendessert?

Probieren wir eines mit was? Nicht mit Schneeball-Beeren, aber mit gefrosteten Himbeeren (gemischte Beeren gehen auch).

Zutaten:

500 gr Joghurt

1 Becher Schlagsahne

1 Pck. Vanillezucker

1 Packung Tiefkühl- Beeren

Brauner Zucker

Zubereitung:

Die aufgetauten Beeren auf dem Boden einer Auflaufform gleichmäßig verteilen.

Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und unter den Joghurt heben.

Die Masse gleichmäßig über den Beeren in der Auflaufform verteilen.

Mit braunem Zucker bestreuen. Die Menge kann jeder selbst bestimmen.

Je nachdem wie süß es sein soll.

Einen Tag kühl stellen und dann genießen!

Ist das ein Sahnehäubchen?

Gutes Gelingen und Guten Appetit!

„Selbstgebastelte“ Weihnachtstorte…

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Wer wollte den einzigen freien Tag in der Weihnachtswoche in der Küche verbringen? Ich gehöre mal nicht dazu…
Deswegen war bei uns schon ein wenig „Weihnachten“. Und es war „Quark“, im wahrsten Sinne des Wortes. 😉
Weihnachten gibt es dann Stollen…

Hat noch jemand Lust auf solchen „Quark“? Ein Original-Rezept gibt es nicht, ich habe zusammen-gebastelt, was nicht zusammen gehört und doch bestens passt….
Also unsere dunklen „Knöpfe“, ganz „zugeknöpft“ im Ganzen, aber gleich doppelt!

Zutaten Teig(e):

Je…

175 gr Mehl
100 gr Butter
80 gr Puderzucker
30 gr Kakao
1 Ei
Und bei einem Teig noch 1/2 TL Backpulver (ohne ginge auch, da wird der Teig „knuspriger“.)
Wer mag, kann gerne noch Gewürze, wie Orange, Vanille, Zimt zugeben.

Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, den ohne Backpulver in Frischhaltefolie einschlagen und in den Kühlschrank legen.

Den anderen ausrollen und in eine gefettete, mit Semmelbröseln ausgestreute Springform legen.
Einen Rand von etwa 2 cm andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Kleiner Tipp: Ausgerollten Teig bekommt man gut in die Form /auf das Blech, wenn man ihn auf das Nudel/Wallholz (oder wie nennt man das bei euch?) aufrollt und über der Form/ Blech wieder abrollt.

Zutaten Füllung:

500 gr Magerquark
150 gr Zucker
80 gr Butter/Margarine
3 Eier
1Pck. Puddingpulver Vanille oder 30 gr Speisestärke + Vanille/Vanillezucker
Saft und Abrieb von 1/2 unbehandelten Zitrone (wenn sie sehr klein ist, eine ganze)
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz

175 gr Preiselbeeren aus dem Glas

Zubereitung:

Eier trennen. Butter schaumig rühren, Eigelbe, Zucker und Zitronensaft dazugeben und gut zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
Den Quark dazugeben, Puddingpulver und Backpulver darüber sieben, wieder gut verrühren.
Die Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben.

Die Hälfte der Masse auf den Boden geben, dann die Preiselbeeren darauf verteilen. Dann vorsichtig den Rest der Quarkmasse darauf streichen.

Den gekühlten Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, Plätzchen ausstechen und vorsichtig auf den Quark legen.

Im vorgeheizten Backofen, bei 175 Grad, etwa 50 min. backen.

Aus dem übrigen Mürbeteig habe ich Plätzchen ausgestochen und sie auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech gebacken.
Dann kann man sie mit Kuvertüre, Nougat, Marzipan, Nüssen und Mandeln verzieren und als Hingucker zum Dessert oder extra auf einem Teller servieren.

Wir wünschen gutes Gelingen und guten Appetit!

© Posted by regenbogenlichter

Zugeknöpft…

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Knopf verloren? Kein Ersatz am Kleidungsstück…? Im Laden auch nichts zu bekommen?

Wer hat nicht schon einmal in der „Knopfkiste“ gesucht und nichts passendes gefunden?

Damit uns das nicht mehr passiert, haben wir beschlossen, unsere Knöpfe jetzt zu backen!

Noch nicht die richtige Farbe? Dank Lebensmittelfarbe ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. 😉

Und wenn einem unterwegs mal der Magen knurrt, sind sie durchaus auch als „Notration“ geeignet. Man kann ja jederzeit neue Knöpfe „produzieren“.

„Material“ und „Herstellung“ der Knöpfe…

„Material“ heller Teig:

200 gr Mehl

100 gr Butter

80 gr Puderzucker

1 Ei

„Material“ dunkler Teig:

175 gr Mehl

30 gr Kakao

100 gr Butter

80 gr Puderzucker

1 Ei

2 verschieden große, runde Ausstecherle oder ersatzweise umgedrehte kleine Gläser

„Herstellung“:

Die (kühlen) Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.

In Frischhaltefolie 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Auf einer bemehlten Fläche ausrollen, mit dem größeren Ausstecherle runde Plätzchen ausstecken und dem kleinen Ausstecherle den Knopfrand andeuten (Teig etwas eindrücken).

Die Löcher im „Knopf“, mit einem Holzstäbchen einstechen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei mittlerer Hitze (175 bis 200 Grad) backen.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Aus diesen Grundteigen können natürlich noch viele andere Plätzchen kreiert werden, als „nur“ Knöpfe.  Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

Und wer durchaus richtige Knöpfe an der Kleidung möchte, sollte mal ins Knopfparadies in Berlin Kreuzberg, zu Paul Knopf schauen gehen! 

HIER KLICKEN…

Der „zugeknöpfte“ Knopf-Spruch des Tages…

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“

(Joachim Ringelnatz)

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© Posted by regenbogenlichter

Rezept „Leipziger Lerchen“ … à la regenbogenlichter

Leipziger Lerchen à la regenbogenlichter

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Zutaten und Zubereitung:

Für den Teig….

250 gr Mehl
1 Ei
1 TL Weinbrand
70 gr Zucker
125 gr Butter

Mehl sieben und mit den anderen Zutaten, zügig zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens 30 Minuten kühl stellen.
Tipp: Zutaten möglichst kühl verarbeiten. Also die Butter nicht gerade steinhart, aber schon noch kalt.
Gibt man die Butter in kleinen Stücken dazu, verarbeitet es sich besser und schneller.

Für die Füllung:

125 gr weiche! Butter
150 gr Puderzucker
2 Eigelb
1/2 Fläschchen Bittermandelöl (nach Belieben auch mehr) oder 6 gemahlene, bittere Mandeln
175 gr gemahlene, „süße“ Mandeln
2 EL Speisestärke, 50 gr Mehl
4 Eiweiß
1 Prise Salz
Nach Belieben 1 bis 2 El Weinbrand oder Rum
Erdbeerkonfitüre
Nach Belieben 12(16) Belegkirschen

Die weiche Butter mit dem gesiebten Puderzucker glatt rühren.
Nacheinander Eigelb, gemahlene Mandeln, Bittermandelöl, gesiebtes Mehl und Speisestärke zugeben und gut verrühren.

Die Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
Beim Trennen der Eier aufpassen, dass kein Eigelb ins Eiweiß gerät!

Den Teig ausrollen, mit einem umgedrehten Glas oder rundem Ausstecherle ausstechen und in 12 (16) leicht gefettete Förmchen mit ca. 6 cm Durchmesser legen…. (das einfetten habe ich mir erspart und stattdessen (Back-) Papierförmchen verwendet).

Und…

Ich habe „nur“ das Muffinblech, da sind die Förmchen nicht ganz so groß, deswegen ergab die Menge 16 Stück.
Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Den übrigen Teig in 24 (32) schmale Streifen schneiden/rädeln.

Konfitüre…

durch ein Sieb streichen und einen Klecks davon, in jedes Förmchen geben.

Danach die Füllung in die Förmchen verteilen.  Als Krönung gilt eine Maraschino-Kirsche (Belegkirsche) in die Füllung zu geben.
Auf jedes Förmchen 2 Teigstreifen über Kreuz legen.

Die Lerchen mit verquirltem Eigelb bepinseln.

Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad, 25 min. backen, nur ganz kurz abkühlen lassen und dann sofort vorsichtig stürzen und wieder umdrehen.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Hinweis: Die Zutaten sind wie beim Original, das Rezept nicht. Ich habe die Zutaten so „gewichtet“, wie ich dachte, dass es uns am besten schmeckt. Die Originalrezepte dürften auch Firmengeheimnis der einzelnen Bäcker sein.
Der Name „Leipziger Lerchen ®“ ist ein eingetragenes Warenzeichen der sächsischen Bäckerinnung.

Warum die „Leipziger Lerchen“ so heißen und aussehen, kann man in unserem vorherigen Artikel nachlesen… HIER KLICKEN….

Funken(der) Sonntag….

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Immer der Sonntag nach Fastnacht ist hier „Funkensonntag“. An diesem Tag endet die alte Fastnacht.
An diesem Tag gibt es im schwäbisch-alemannischen Raum – Vorarlberg, Schweiz, Allgäu, Oberschwaben, Schwarzwald – den Brauch des Funkenabbrennens.
Dass damit nach einem alten Brauch der Winter ausgetrieben werden soll, ist wissenschaftlich aber nicht belegt.

Traditionell am Faschingsdienstag, wird die Funkentanne geschlagen. Um sie herum werden Abfallholz und Christbäume
geschichtet. Auf der Spitze thront eine Strohpuppe, die „Funkenhexe“.
Die „Funken“ (also Holzhaufen) werden gut bewacht, damit sie nicht von der „Konkurrenz“ aus den Nachbarorten, vorher angezündet werden.

Am Feuer wird Glühwein getrunken und  die „Funken-Kiechla“ (Eine Art Krapfenteig, der rund so weit ausgezogen wird, dass die Mitte ganz dünn ist und dann in heißem Fett ausgebacken) gegessen.
Der Höhepunkt ist natürlich das Abbrennen der Funkenhexe, als symbolische Verabschiedung des Winters und Vertreibung der bösen Geister.

Bei uns „funkt“ es allerdings meist eher bei der Arbeit, deswegen können wir leider kein eigenes Foto bieten.
Aber Hier… kann man Funkenfeuer anschauen.

Heute scheint die Sonne auch den Winter „vertreiben“ zu wollen… leider habe ich Spätschicht und kann sie nur von drin anschauen. 😉

Das Rezept für die Funken-Küchle haben wir aber…

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Zutaten:

1/8 l Milch
500 gr. Mehl
40 gr. Hefe
80 gr. Zucker
70 gr. Butter
2 Eier
1 Prise Salz und Zucker oder Zimtzucker zum Bestreuen

Die (zerbröckelte) Hefe in ein wenig lauwarmer Milch kurz gehen lassen, sie dann mitten in das mit dem Zucker vermischte Mehl geben und den Teig 30 Minuten gehen lassen.
Dann die Butter, Eier, die übrig gebliebene Milch und die Prise Salz dazu geben.
Alles gut miteinander verkneten, bis der Teig Blasen wirft. Nochmals 1 Stunde gehen lassen.
Dann große, ovale Stücke abschneiden, auf ein bemehltes Brett setzen und wieder eine halbe Stunde gehen lassen.

Anschließend den Teig unter ständigem Drehen, von der Mitte her nach außen ziehen, so dass sich ein gewölbter Rand bildet, das „Innenfeld“ aber hauchdünn bleibt. Sieht aus wie ein Fenster. 😉

Die Küchle müssen sofort in heißem Fett, schwimmend ausgebacken werden. Noch heiß mit Zucker oder Zimtzucker bestreuen.

Die Funken-Kiechla gibt es nur am Funkensonntag, sie schmecken „verboten“ gut….
Aber da sie doch ziemlich aufwändig sind, lasse ich lieber backen. 😉

Wer es trotzdem versuchen möchte…Gutes Gelingen und Guten Appetit!

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