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Beiträge mit Schlagwort ‘Robert Reinick’

Ein Schneemann zeigt Herz(en)… ;-)

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Der Schneemann auf der Straße

Der Schneemann auf der Straße
trägt einen weißen Rock,
hat eine rote Nase
und einen dicken Stock.

Er rührt sich nicht vom Flecke,
auch wenn es stürmt und schneit.
Stumm steht er an der Ecke
zur kalten Winterszeit.

Doch tropft es von den Dächern
im ersten Sonnenschein,
da fängt er an zu laufen,
und niemand holt ihn ein.

Robert Reinick

Der Schneemann ist noch von unserer Weihnachtsdeko, aber er passt so schön zum Wetter. Deswegen gibt es für Frau Waldspecht einen Schneemann mit Montagsherzen. 😉

Die Gans – gan(z)s „Spitz“ betrachtet…

Morgen ist St. Martin, Gedenktag des Heiligen Martin von Tours (Dritter Bischof von Tours). Er soll seinen Mantel mit einem armen Mann geteilt haben, damit dieser nicht erfriert. Als man ihn zum Bischof ernennen wollte, soll er sich des Amtes unwürdig gefühlt haben und in einem Gänsestall versteckt. Dort soll auch der Brauch der Martinsgans seinen Ursprung haben. Bei Klaus habe ich gerade eine nicht so „sagenhafte“ Version von der Herkunft des Brauchs gelesen…
Er hängt mit den bäuerlichen Pachtzahlungen zusammen und der vorweihnachtlichen Fastenzeit, in der Geld durch Naturalien ersetzt wurde. 😉

Bei uns gibt es auch „Gans“ zu St. Martin, aber mal ganz anders. 😉

Diese macht uns schon viele Jahre Freude und sie war auch schon längere Zeit mit ihrem „besten Freund“, einem Schwan, unterwegs.

Robert Reinick

Was geh’n den Spitz die Gänse an?

Es war einmal ein kleiner Spitz,
Der glaubt‘ er wär‘ zu allem nütz.
Und kam ihm Etwas in die Quer‘,
Da knurrt und brummt und bellt er sehr. –


Nun wackelt einst von Ungefähr
Frau Gans mit ihrem Mann daher,
Und vor den lieben Eltern wandern
Die Kinderchen, Eins nach dem Andern;
Und wie sie um die Ecke biegen,
Da schreien alle vor Vergnügen:
»Seht doch die Pfütze da! Kommt hin!
Wie herrlich muß sich’s schwimmen d’rin!«
Das sieht Herr Spitz und bellt sie an:
»Weg da! Weg da! Nu seht doch an!
»Wie könnt ihr euch nur untersteh’n,
»In’s Wasser so hinein zu geh’n?
»Wenn ich nicht wär‘ dazu gelaufen,
Ihr müßtet jämmerlich ersaufen!«


Das macht der alten Gans nicht bange!
Sie zischt ihn an, wie eine Schlange.
Da zieht mein Spitz sein Schwänzchen ein,
Und läßt die Gänse Gänse sein.
Doch knurrt er noch im vollen Lauf: –
»Nu, wer versaufen will, versauf!« – –


Die Gänschen aber, trotz dem Spitze,
Sie schwelgten recht in ihrer Pfütze.
Und immer noch aus weiter Fern‘
Hört bellen man den weisen Herrn. –
Bell‘ er soviel er bellen kann!
Was geh’n den Spitz die Gänse an?

(vor 1852)

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende, einen schönen St. Martin und abends vielleicht viel Spass beim Laternenumzug.

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