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Beiträge mit Schlagwort ‘Sokrates’

Weise gesprochen…

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Die drei Siebe des Sokrates

Zu Sokrates (griechischer Philosoph, 469 v. Chr. bis 399 v. Christus) soll einmal jemand ganz aufgeregt gekommen sein und gesagt haben:

„Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund…“

„Halt“ unterbrach ihn  Sokrates, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttelt?“

„Drei Siebe?“, fragte der andere mit Verwunderung.

„Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht.“

„Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“

„Nein, ich hörte es erzählen, und…“

„So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte.

Ist das, was du mir sagen willst, wenn schon nicht wahr, dann wenigstens gut?“

„Nein, das nicht, im Gegenteil…“

„Dann“, sagte Sokrates, lass uns das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt.“

„Notwendig ist das nun gerade auch nicht…“

„Also“, lächelte Sokrates, „wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch notwendig ist,

so lass es begraben sein und belaste mich und dich nicht damit.“

Diese Geschichte wird immer wieder Sokrates „zugeschrieben“. Die Grundlage zu der Geschichte der „Drei Siebe“, soll in der Einleitung zur Apologie des Sokrates liegen. Ob sie wirklich von ihm stammt, ist fraglich. Die Geschichte selbst, dürfte eine reine Legende sein.
Über die drei Siebe lohnt es sich allerdings nachzudenken. 😉

Den „weisen Baumgeist“ kann man auf der Insel Mainau im Bodensee finden. 😉

Nicht Durch-sondern Ba(e)rlauch(t)

Soooo königlich… 🙂
Bärlauch ist eines der leckersten Kräuter/Gemüse, die man für die Küche sammeln kann… Bärlauch ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch…

Er ist im Süden Deutschlands weit verbreitet, wächst auf humosen, lockeren, andauernd feuchten Böden. Zum Beispiel in Auwäldern.

In Hamburg und Brandenburg steht er allerdings auf der roten Liste (vom Aussterben bedroht), in Bremen ist er extrem selten und in Schleswig Holstein gilt er als potienziell gefährdet.

In Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern ist das sammeln von Bärlauch verboten. Ansonsten kann er für den Eigenbedarf gesammelt werden, möglichst nur ein Blatt pro Pflanze, man sollte nicht mit dem „Rasenmäher“ losgehen oder alles zertrampeln… 😉

Er zählt auch zur Familie der „Spargelartigen„, der Ordnung „Amaryllisgewächse“ und der Unterordnung „Lauchgewächse“…

Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, also besser roh als Dip, für Salate oder Pesto…sonst verliert er viel von seinem typischen Aroma.

Im Mittelalter wurden ihm unheilabwehrende Kräfte zugeschrieben. Er hat auf Grund seiner Inhaltsstoffe antibakterielle Wirkung, ist entzündungshemmend und wird bei Magen-und Darmstörungen eingesetzt. Weiterhin zur Blutverdünnung, gegen hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel, ist Harn-und Schweisstreibend und Schleimlösend…

So sieht er von der Nähe aus… (hier schon mit Knospe)

Folgendes sollte man aber nicht sammeln!!!!

Es sind die Blätter der Herbstzeitlosen, die im Herbst blühen. Wie man sieht, sind sie viel spitzer und auch „fester“…

Und auch mit Maiglöckchenblättern kann man ihn verwechseln.

Manchmal wächst auch beides zusammen...! Sie duften beide, Bärlauch deftig nach Knoblauch und Maiglöckchen(-blüten) „lieblich“ wie Parfüm…

Ausser, man will einen „Schierlingsbecher“ mixen. 😉

Das ist aber wieder eine andere Giftpflanze… die auch für Hinrichtungen benutzt wurde. Zum Beispiel bei Sokrates…griechischer Philosoph, 399 vor Christus hingerichtet…

Zum Schluss noch das Rezept für Bärlauch-Pesto…immer lecker..

125 gr. Bärlauch
30 gr. geriebener Parmesankäse
50 gr. Pinienkerne, leicht geröstet
125 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Bärlauch waschen, vorsichtig abtrocknen und in feine Streifen schneiden.
Pinienkerne hellbraun rösten, mit einem grossen Messer fein schneiden/hacken oder in der Mühle reiben.
Alle Zutaten in ein hohes Gefäss geben und mit einem Mixstab vermischen.
In ein Glas oder Schüssel gefüllt, hält das Pesto im Kühlschrank einige Zeit.
Die Zutaten können in der Menge variiert werden, die Masse sollte immer leicht cremig sein.

Wir wünschen allen ein „bäriges“ Wochenende…und Guten Appetit. 😉

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